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Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer

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Flughafen in ZürichLangsam beginnt sich der Rotor zu drehen und bringt den Hubschrauber leicht ins Wackeln. Sowieso schon aufgeregt, werden wir noch angespannter. Doch schon wird er wieder ruhig – als die Drehungen schneller werden. Auch die Sitze der kleinen Maschine sind erstaunlich bequem. Ein wenig aufgeregt sind wir dennoch und verfolgen alles mit Spannung. Nachdem wir Kopfhörer mit Mikrofonen bekommen haben, können wir nicht nur mit dem Piloten und untereinander sprechen. Auch den verschiedenen Stimmen aus dem Tower lauschen wir gespannt. Nur noch einige kurze Tests, und schon heben wir auf einmal sanft ab. Wie von einer Wolke getragen scheint uns der vertikale Abflug.

Anfangs neigt sich die Nase noch leicht nach unten, so daß wir einen guten Blick auf den Flughafen Zürich erhalten. Doch auch während des gesamten Fluges genießen wir die tolle Aussicht aus der Glaskuppel der Kabine. Ganz anders als die kleinen Fensterchen der Linienflieger! Den Flughafen hinter uns gelassen, an Feldern vorbei, fliegen wir an der Autobahn A1entlang und entdecken den Hönggerberg. Satellitenbilder aus dem Internet verblassen dagegen. Denn diese direkt erlebte Ansicht aus 600 Metern Höhe ist einfach faszinierend. Wie musikalisch unterlegt wirkt da die Geräuschkulisse der Rotoren.

Schon bewundern wir Zürich unter uns. Nach einigen Blicken auf die Stadt huschen wir mit knapp 180 Stundenkilometern am Westufer des Zürichsees vorbei. Die Geschwindigkeit fällt uns nur auf, weil wir die Fahrzeuge auf der Autobahn Richtung Chur Autobahn Richtung Churunter uns beobachten. Sie, wie auch Traktoren auf den Feldern und Boote auf dem See, wirken aus dieser Perspektive wie die Landschaft einer Modelleisenbahn.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel erwartet uns nach knapp zwanzig Minuten Flug das satte Grün der Wiesen im Sihltal. Langsam gehen wir tiefer und überfliegen einige Bauernhöfe. Nun wird uns auch der Vorteil eines Hubschraubers gegenüber Flugzeugen richtig bewußt: Wir können fast überall landen. Das tun wir dann auch auf der Wiese vor einem Restaurant im Tal, am Fluß Sihl gelegen und von Bäumen umgeben. Der frische Rasenduft kommt uns entgegen als sich die Halme im Rotorwind wiegen.

AbkühlzeitNach einigen Minuten Abkühlzeit kommen die Rotoren zum Stehen, wir steigen aus und werden von den neugierigen Blicken der Lokalbesucher empfangen, für die es auch ein seltenes Erlebnis zu sein scheint. Bei einem kalten Getränk genießen wir den Sonnenschein inmitten der ruhigen Natur und unterhalten uns angeregt über die soeben erlebten tollen Eindrücke.

Unser Rückflug führt uns über Baar, Zug, Muri, BremgartenBremgarten, Spreitenbach und Schlieren. Währenddessen können wir, wie bereits beim Hinflug, schöne Fotos machen, ebenso beim Anflug auf den Flughafen. Besonders gut gefallen uns natürlich die des eigenen Hauses bzw. des der Vermieter. Diese haben sich auch riesig über die Fotos gefreut, welche man ansonsten ja kaum bekommt. Besonders dankbar waren wir dem Piloten Frank, daß er eine Extrarunde darüber gedreht hat, damit wir noch bessere Fotos machen können. So landen wir nach erneuten zwanzig Minuten mit vielen unvergeßlichen Eindrücken wieder in Zürich. Das war einfach toll!
Flughafen Zürich - Helipad WestDoch auch schon vor dem Abflug begann es spannend: Wir wurden abgeholt und durften den Flughafen am Eingang für kleine Privatmaschinen betreten. Nach der kurzen Sicherheitskontrolle fuhr uns der Pilot in einem bequemen Kleinbus zu den Helikoptern, die auf der anderen Seite des Flughafens stehen. So sahen wir das bunte Treiben samt verschiedenster Maschinen, was bei Linienflügen unmöglich ist.
Erstaunlicherweise befindet sich auf dem Flughafengelände ein kleines Naturschutzgebiet. An diesem vorbei erreichten wir auch schon die Helikopter. Nachdem wir sie bestaunt und Fotos gemacht hatten, bekamen wir noch Sicherheitsanweisungen und den Kontakt mit dem Tower erklärt. Schon begann das Abenteuer.
Ein tolles Erlebnis, an welches ich noch lange begeistert denken werde.

© Enno Dummer

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